Der Buchautor und Heilpraktiker Dietmar Schoof wurde 1955 in Hamburg geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in der näheren Umgebung Hamburgs und wuchs unter dem Einfluss seines Stiefvaters auf, der ihn schon von klein auf in die tieferen Geheimnisse der Esoterik, Tiefenpsychologie und Mystik einweihte.

   Nach langen Irrwegen und Suchen, darunter Ausbildung zum Speditionskaufmann, Polizeivollzugsbeamten im Bundesgrenzschutz und einer längeren Auslandstätigkeit für die deutsche Lufthansa, kam er zu seinem heutigen Beruf, dem des Heilpraktikers. Im Jahre 1987 begann er in eigener Selbstständigkeit eine Naturheilpraxis zu führen und als stellvertretender Fachfortbildungsleiter für den Verband deutscher Heilpraktiker Vorträge zu halten. Im gleichen Jahr baute er innerhalb seiner Praxis über ein eigenes Ausbildungskonzept eine praxisorientierte Unterrichtseinheit auf, wobei der Schwerpunkt dieser Unterrichte die psychosomatischen Krankheitsbilder der Patienten und ihre Behandlungsmöglichkeiten waren. Die so auf diesem Wege stattfindende Ausbildung aus der Praxis für die Praxis beinhaltete das ganzheitliche Behandlungskonzept bei der die körperlichen, seelischen und geistigen Bereiche des kranken Menschen sowie sein soziales Umfeld mitberücksichtigt werden. So gilt für dieses Behandlungskonzept, dass nur das Gültigkeit hat, was auch in der Praxis besteht. Auf diesem Wege fließt die Erfahrung aus der täglichen Praxis in das Ausbildungskonzept für Heilpraktikeranwärter mit ein und wird zum Bestandteil der theoretischen und praktischen Ausbildung des zukünftigen Heilpraktikers.

   Als Herr Schoof 1994 die Schulräume der ehemaligen Heilpraktikerschule in der Menckesallee übernahm, konnte er auf ein erprobtes und praxisgängiges Konzept zurückgreifen. Zur Vervollständigung seiner Arbeit, bei der ihm fortan liebevoll und aufopferungsvoll seine Frau und viele Kollegen zur Seite standen, gründete er im Jahre 1999 mit ihnen zusammen den Hamburger Heilpraktikerverband e.V. und den Verein für Opfer sexuellen Missbrauchs und Gewalt e.V., El Faro. Dies war notwendig geworden, weil aufgrund der sich verkomplizierenden Umstände der Druck der Öffentlichkeit auf die Schule zu groß geworden war, fühlten sich doch eine Reihe von Menschen durch das Ausbildungs- und Behandlungskonzept, das die Behandlung psychosomatisch erkrankter und somit oft sexuell missbrauchter Patienten mit einschloss, provoziert. Die sich aus seiner Tätigkeit heraus ergebenen Aufgaben sehen es vor, das Wissen auch einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so verfolgt er zusammen mit seiner Frau und den ihnen zur Seite stehenden Kollegen dieses Ziel mit großer Intensität und Enthusiasmus. Weitere Heilpraktikerfachschulen sind in Planung, ein erstes Projekt konnte in Berlin verwirklicht werden. Des weiteren sind Buchpublikationen, öffentliche Vorträge und aufklärerische Arbeit im Rahmen des Verbandes und des Vereins Teil dieser oft schwierigen Arbeit, da es nach wie vor an Akzeptanz in der Öffentlichkeit gegenüber dem Thema des psychosomatischen Behandlungskonzepts fehlt. Nichtsdestotrotz wird sich diese Idee über kurz oder lang durchsetzen, da die Nachfrage der Betroffenen größer ist als der Widerstand derer, die in ihr eine Bedrohung sehen, da sie die bestehenden Grundfeste des bürgerlichen Lebens in Frage stellt.